Bruhn GröheBei einem Besuch von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) im Geburtshaus Charlottenburg in Berlin beschrieb am Montagmorgen die Geschäftsführerin Christine Bruhn die kritische Situation der Hebammen und Geburtshäuser in Deutschland. „Über 10% aller Häuser werden zum Ende 2014 ihren Betrieb eingestellt haben, weil es keine Hebammen mehr gibt“, sagte Bruhn. Mittlerweile hätten schon traditionsreiche Häuser in Kiel und Fulda ihren Betrieb schließen müssen. „Immer mehr Hebammen verlassen aufgrund der unsicheren Perspektive die Geburtshilfe“, berichtete Bruhn. Die Häuser selber wiesen dementgegen außerordentlichen Zuspruch auf: „In Berlin werden im Schnitt 40 Prozent der Mütter abgewiesen weil die Geburtshäuser keine Kapazitäten und Personal für Entbindungen mehr haben“, erklärte die Geschäftsführerin.

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Hier finden Sie einige Fotos des Besuchs am 6.10.2014 im Geburtshaus Charlottenburg.

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Der Petitionsausschuss des Bundestages befasste sich am Vormittag mit der Situation der Geburtshilfe in Deutschland. Die Geburtshelferin Sabine Schmuck fordert stellvertretend für ihre Berufsgenossinnen in einer Petition die Sicherung der Hebammenarbeit. Kritisiert werden vor allem die steigenden Haftpflichtprämien und die Beendigung des Versicherungsschutzes. So will ab Sommer 2016 auch der letzte verbleibende Versicherer sein Angebot einstellen. Die Petition haben über 52.000 Menschen unterschrieben.

„Es ist ein Skandal, dass Deutschland auf das Niveau von Entwicklungsländern zurückzufallen droht, weil die Politik nicht handelt“, sagte die Petentin Sabine Schmuck im Ausschuss.  „Derzeit besteht die Gefahr, dass es Mitte 2016 keine funktionsfähige Berufshaftpflicht für Hebammen mehr gibt“, sagt Christine Bruhn, Geschäftsführerin des Geburtshauses in Berlin Charlottenburg am Rande der Sitzung: „Da Hebammen nicht ohne Haftpflicht arbeiten dürfen, kommt dies einem Berufsverbot gleich“.

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140412hebammenprotest1Über 4.000 Hebammen, Eltern und Kinder protestieren heute vor dem Kanzleramt für eine tragfähige Lösung zum Erhalt der freien Geburtshilfe in Deutschland. Der Demonstrationszug endet in der Friedrichstraße am Bundesgesundheitsministerium mit einer Abschlusskundgebung. „Der breite und massive Protest muss endlich auch von der Politik ernst genommen werden“, fordert Christine Bruhn, Geschäftsführerin des Geburtshauses in Berlin Charlottenburg. An der Protestkundgebung nahm auch die Ingolstädterin Sabine Schmuck aus Bayern teil. Schmuck hatte mit einer Bundestagspetition binnen kurzer Zeit die nötigen 50.000 Unterzeichner erreicht und wird demnächst im Bundestag angehört werden. „Die Bundestagsabgeordneten und die Minister machen sich anscheinend keine Gedanken, was ein Wegfall von freien und Beleghebammen in Deutschland bedeutet. Eine Kostenlawine sondergleichen würde auf die Krankenkassen einstürzen, wenn beispielsweise Klinikärzte Kinder zur Welt bringen müssten“, erklärt die Hebamme Marion Kublick aus Berlin-Friedrichshagen.

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Berliner und Brandenburger Hebammen und Eltern protestieren am 12. April um 15.00 Uhr vor dem Bundeskanzleramt in Berlin und fordern von Angela Merkel die existenzbedrohende Notlage der Hebammen in Deutschland endlich zur „Chefsache“ zu machen. Das Aktionsbündnis „Sichert die Hebammenarbeit“ mahnt die Bundesregierung an, einen Lösungsvorschlag bis zum Sommer 2014 vorzulegen, um Geburtshäusern und freien Hebammen in Deutschland endlich Planungssicherheit zu geben.

Eine Mitte März 2014 eingereichte Petition im Deutschen Bundestag zur „Sicherstellung der flächendeckenden, wohnortnahen Versorgung mit Hebammenhilfe“ erreichte in dieser Woche 50.000 Unterstützer. Damit muss das Thema im Bundestag debattiert werden. „Die unsichere Lage brennt der Bevölkerung auf den Nägeln, mehr als die zuständigen Bundespolitiker wahrhaben wollen“, sagte die Sprecherin des Aktionsbündnisses Sabine Niels aus Fürstenwalde. Zu der Protestaktion werden mehrere hundert Eltern und Hebammen erwartet.

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Twittermeldungen

JessicaKoppe RT @Mama_arbeitet: Und die Hebammen, wieso ist das kein Wahlkampfthema, und wie sollen Geburten gehen ohne Hebammen!? #politischeFragen
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birkgrueling Eine Hebamme im offenen Strafvollzug - Das Mädchen https://t.co/T2YmmVLbEq
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piratengetweete RT @DerfairePirat: Das solltet ihr lesen: Sehr einfühlsame und fundierte Antwort zu #Hebamme #Geburt und #Gesundheit #Piraten #Abgeordneten
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